Neue Brillen für die Blinden

Nachdem meine alte Brille so verkratzt war, dass Augenarzt und Optiker nicht mal mehr deren Sehstärke ausmessen konnten, trage ich seit gestern ein „Ach je, jetzt sieht man ja noch mehr von deinem Gesicht“-Randlos-Modell.

Das Geld dafür legte ich so locker hin, wie wenn mir ein Nierenstein abging (merke: Finger weg von Apollo und geh zu Fielmann, sie SIND günstiger und besser), die Schärfe v. a. in der Nähe ist jedoch überwältigend (hatte meine Haut schon immer so viel Ähnlichkeit mit der Mondoberfläche?).

Bin nach dem Abholen noch zum Hugendubel, um mir ein in Kanada ausgegucktes Buch zu kaufen. Hier zeigte sich wieder einmal Gottes herrlicher Sinn für Ironie, denn es handelt sich um „Die Stadt der Blinden“ von José Saramago.